Welche Ecke in Essen zeigen Sie einem Gast als erstes?
Einen Blick auf den Baldeneysee, zum Beispiel vom Jagdhaus Schellenberg aus.
...Und welche lieber nicht?
Mein Arbeitszimmer, zumindest müsste ich vorher mal aufräumen.
Stellen Sie sich vor, Sie sind für einen Tag Essener Oberbürgermeister. Was steht bei Ihnen bei der Stadtpolitik ganz oben auf der Tagesordnung?
Als Oberbürgermeister würde ich an diesem Tag den Fokus auf die Jugendlichen richten, die auch schwierigste Lebenskrisen gemeistert haben. Wir brauchen mehr Vorbilder.
Was ist die größte Fehlentscheidung der Essener Stadtgeschichte?
Die gesichtslosen Sanierungsmaßnahmen der 60- und 70iger Jahre zum Beispiel in Borbeck.
Und welches war die beste Entscheidung?
Die Entscheidung vieler Menschen hier, nach dem Rückzug von Kohle und Stahl, sich nicht aufzugeben.
Im Rathaus-Keller findet sich überraschend noch ein Milliönchen: Wofür geben Sie die aus?
Zur Behebung von Sprach- und Bewegungsdefiziten bei Kindern und Jugendlichen.
Mit welchem Werbespruch würden Sie für einen Besuch in Essen oder für die Stadt werben?
... hier schlägt das Herz des Ruhrgebiets.
Was vermissen Sie in Essen am meisten?
Das Meer.
Was ist die größte architektonische Sünde in Essen?
Hier kann ich verschiedene Platzgestaltungen in beliebiger Reihenfolge anführen.
Eine neue Hauptverkehrsstraße soll getauft werden: nach wem und warum?
Heinz Rühmann am 07. März 1902 in Essen als Sohn des Hoteliers Hermann Rühmann und dessen Frau Margarethe geboren.
Sie sind eingeladen. Was bringen Sie jemanden als Mitbringsel aus Essen mit?
Wenn es etwas mit lokalem Bezug sein muss und trotzdem praktisch sein soll: Borbecker Dampfbier.
Mit wem trinken Sie Ihre beste Flasche Rotwein?
Mit den Menschen, die mich kennen und mögen.
Wem möchten Sie nie in der Sauna begegnen?
Dem Finanzminister, der packt selbst einem nackten Mann noch in die Tasche.
Was ist für Sie das größte Glück?
Liebe zu erfahren und gesund zu sein.
Was wäre das größte Unglück?
Abwesenheit von Liebe und Gesundheit.
Worin liegen Ihre Stärken? Worin liegen Ihre Schwächen?
Eine Stärke ist sicher, zuhören zu können und Ungeduld ist wohl eher eine Schwäche von mir. Wie viele Fragen kommen noch? ;-)
Welchen Fehler entschuldigen Sie bei anderen am ehesten?
Fehler bei denen keiner zu Schaden kommt oder die aus Flüchtigkeit entstehen.
Und welche bei sich selbst?
...die keiner bemerkt hat.
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei anderen Menschen am meisten?
Zuverlässigkeit.
Ihr Lieblingsbuch?
Der Kleine Prinz von Antoine de Saint Exupery.
Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Augenzeuge gewesen?
Der Fall der Mauer am 09.11.1989.
Wie oder wer wollten Sie sein, als Sie ein Kind waren?
Keine Frage: Jedi-Ritter.
Wer ist Ihre Lieblingsfigur in der Geschichte?
Karol Wojtyla.
An welchem Ort oder in welcher Situation fühlen Sie sich pudelwohl?
Dort, wo ich die Seele baumeln lassen kann.
Ihre Freizeit ist sicher knapp bemessen. Wenn Sie mal ausgehen, mit Freunden oder auch mal allein, welche Lokalität suchen Sie auf?
Kino, Kneipe, Küche, Kultur. Abwechslung muss sein.
Welchen Drink gönnen Sie sich?
Wein. Mittlerweile lieber Rot- als Weißwein.
Was soll auf Ihrem Grabstein stehen?
Thomas Kufen.
Welches Lied singen Sie am liebsten?
„Glück Auf - der Steiger kommt". Alle Strophen.
Wenn Sie die Möglichkeit hätten, eine „politische" Herzensangelegenheit zu erfüllen, welche wäre das?
Dass jedes Kind schon vor der Einschulung altersgerecht die deutsche Sprache beherrscht.
Was bedeutet für Sie Heimat?
„Sprache ist der Menschen Heimat", Wilhelm von Humboldt.
In NRW unterscheiden sich die Menschen von Region zu Region und man sagt ihnen spezifische Charakteristika nach. Würden Sie sich als typischen „Jungen aus dem Pott" charakterisieren? Welche Merkmale weisen Sie auf?
Kleine Anmerkung: Niemand im Ruhrgebiet sagt „Pott", aber nun gut. Ich passe einfach zum und ins Ruhrgebiet. Die Menschen hier sind gerade heraus. Sie haben das Herz am rechten Fleck und auch auf der Zunge.
Zweite Wahl: Würden Sie in einem anderen (Bundes-)Land leben wollen? Welches wäre das und warum?
Das Meer vermisse ich schon. Und näher an Italien wäre auch nicht schlecht. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert.
Was wünschen Sie sich für NRW?
Ein Land der Chancen.